Pace non trovo – Themenkonzert mit alter und neuer Musik

Das Manuskript der Schwester Elena Malvezzi aus Bologna und zwei Komponistinnen des 21. Jahrhunderts

Es ist eine ganze Reihe von Zeugnissen überliefert, welche die besonders in den dem Adel vorbehaltenen Nonnenkonventen weitverbreitete Musik hinter Klostermauern wiederspiegeln. Im Konzert „Pace non trovo“erklangen vokal-instrumentale Darbietungen aus dem Manuskript der Elena Malvezzi und ihren Zeitgenossen. Eine ganz besondere Rolle kam jedoch den beiden modernen Komponistinnen zu, deren Werke eigens für dieses Programm in Auftrag gegeben wurden.
Die amerikanisch-niederländischen Komponistin Vanessa Lann (*1968) erkundete mit ihrem neuen Stück PAST TENSE die verschiedenen  Klangfarben der historischen Instrumente in ihren möglichen Kombinationen. Perkussive Elemente standen dabei schwebend linearen Melodien gegenüber, die sich gleichsam spiegelbildlich in Claudin Sermisys Madrigal Jouissance je vous donneray wiederfanden. Die deutsche Komponistin Dorothee Schabert (*1952) legte in ihrer Komposition CARITAS ganz besonderes Augenmerk auf die weibliche Seite der Musizierpraxis. Sie bezog sich in Musik und Text auf die Nonne Caritas Pirckheimer, die im Verlauf der Reformation unermüdlich für den Erhalt ihres Klosters kämpfte.
Veranstaltet wurde das Konzert durch das Michael Praetorius Collegium in Wolfenbüttel, an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle Mitglieder!

Mitwirkende
Capella de la Torre
Margaret Hunter, Sopran
Hildegard Wippermann, Pommer und Flöte
Falko Munkwitz, Posaune
Annette Hils, Basdulzian
Martina Fiedler, Orgel
Peter A. Bauer, Percussion
Katharina Bäuml, Schalmei und Leitung

Förderer und Partner
Für die Unterstützung der Reihe « Renaissancemusik an Elbe und Weser » bedanken wir uns ganz herzlich bei unserer Förderern und Partnern.
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Stiftung Niedersachsen
Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
Michael Praetorius Collegium Wolfenbüttel